Samstag, 22. Oktober 2016

SportTrail-Prüfung Weiß A gemeistert

Heute war es nun so weit! Prüfungstag des K-9 Suchhundezentrums in Kiel und wir konnten einen Platz ergattern.

Faithful Connection Golden Age Of Jazz

besteht heute die Weiß A des K-9 Suchhundezentrum Deutschland Nord!
Ich bin sehr stolz auf Jazz und freue mich sehr.





Ich hatte mich für die Weiß A als erste Prüfung entschieden, da man wählen kann, ob man in der jeweiligen Farbgruppe erst die A oder erst die B laufen möchte. Unterschied ist der jeweilige Hauptanteil des Untergrundes - A ist hauptsächlich auf natürlichen Wegen, wie Wald-/Feld-/Wiesenboden - B ist hauptsächlich gepflasterter Untergrund, wie Bürgersteige, Straßen usw. Bevor man aber weiterkommt und eine Prüfung der nächsten Farbgruppe anstrebt, sind beide Prüfungs-Teile zu absolvieren. Jazz fühlt sich auf beiden Untergründen ganz wohl.
Für diesen Trail in der weißen Gruppe hat man 10 Minuten Zeit. Die Entfernung beträgt ca. 180m und es ist mindestens eine Kreuzung zu meistern. 
Die VP (Versteckte Person) wurde von der Prüferin im Wald versteckt und ich konnte meinen Hund fertig machen: Geschirr anlegen, Schleppleine bereitmachen, Futterdose mit dem Jackpot in der Kapuze unterbringen, damit man beide Hände frei hat. ;)
Ja, und dann kam sie zurück und wir gingen an den Start. Umklinken der Leine vom Halsband in das Trailgeschirr - das ist das Signal für den Hund, dass nun in den "Arbeitsmodus" umgeschaltet wird. Anriechen eines Geruchsgegenstandes, dass die VP am Körper getragen hat und auf geht´s. Wir bekamen von der Prüferin das O.k., dass Jazz in der richtigen Richtung unterwegs ist. Ansonsten bekommt man auf dem Trail nichts mehr gesagt. Wenn man sich unsicher ist, ob man noch richtig ist, darf man 1x eine Frage stellen, die der Prüfer nur mit "Ja" oder "Nein" beantworten darf. Z.B.: "Bin ich hier noch richtig?"
Nach ca. 60-70m kam die erste Kreuzung: eine Waldweg-Vierer-Kreuzung und natürlich: es kam auch ein freilaufender Hund auf uns zu! Direkt und mitten auf der Kreuzung! Und der brachte Jazz natürlich erst einmal aus dem Tritt! "Mist!" dachte ich und nachdem der Besitzer seinen Hund dann endlich angeleint hatte, eierte sie dann auch tatsächlich eine für mich gefühlte schreckliche Minute auf der Kreuzung herum, schnüffelte an einem Papierkorb und man sah deutlich, dass sie sich erst einmal wieder sammeln musste. Dreimal geschüttelt und noch mal ein bißchen Übersprungs-Schnüffeln - aber dann ging sie sehr zielstrebig mit gestrecktem Körper und gerader Rute in den rechten Waldweg hinein und als ich eben noch bei mir dachte: "Na, gleich musst du wohl deine Jokerfrage stellen.", so war ich mir jetzt aber sicher, dass sie sich gefangen hatte und auf dem richtigen Weg war. 
Jazz ist von unserer ersten Trainerin als sehr gewissenhaft eingestuft worden. Das zeigt sich auf Kreuzungen auch immer wieder: sie riecht kurz in jede Möglichkeit hinein, zeigt aber schnell, dass es nicht der richtige Weg ist und nach solchen Unterbrechungen wie heute mit dem freilaufenden Hund, vergewissert sie sich dann auch noch ein 2. bis 3. Mal und schließt die falschen Richtungen aus.
Danach flutschte es dann auch richtig gut - noch eine schnelle Entscheidung, ob es in eine rechte oder linke Gabelung hineingeht und kurz danach wurde die VP ca. 20m vom Weg ab hinter einem Baum von Jazz gefunden. Im sogenannten Endpool gibt Jazz immer noch mal so richtig Gas! Es war für sie das erste Mal, dass die VP eine männliche Person war. Sie war anfangs tatsächlich etwas verhalten und verwirrt, ob das denn nun wohl angehen kann. Sonst war es ja immer eine Frau. ;)
Insgesamt benötigte Zeit: 5 Minuten und 4 Sekunden. Super, Jazz, das hast du toll gemacht!

Danke an die Prüferin Teresa Fandrey vom K-9 Suchhundezentrum Nord für das freundliche und faire Richten!
Danke an unsere VP Axel.

Herzliche Glückwünsche auch an unsere Mitstreiter von heute Vormittag, die ebenfalls eine Trail-Prüfung mit ihrem Hund bestanden haben.
  


Marita Szillus




Sonntag, 15. November 2015

Kleines Fazit nach 1/2 Jahr regelmäßiger Trail-Arbeit

Am 11. Mai "angetrailt", sind wir nun also schon seit einem halben Jahr im Trail-Training und Jazz hat sich weiterhin als "primär gewissenhafter" Trailhund gezeigt. 
Sie ist inzwischen sehr sicher geworden und kann sich an Kreuzungen nach kurzer Ausschlussarbeit für falsche Richtungen viel schneller für den richtigen Weg entscheiden. Da hat sie ja anfangs doch etwas länger gebraucht. ;)
Ihre Körpersprache lässt es supergut zu, sie zu lesen und ihr dadurch zuzuarbeiten.  Immer noch dreht sie sich zwischendurch gerne nach mir um und wedelt dann freudig, wenn sie merkt, dass ich ihr folge.
Nun ist es ja auch inzwischen sehr früh dunkel und auch hierdurch war sie anfangs etwas verhalten. So musste sie einmal durch eine schwach beleuchtete Unterführung, die dann am Ende auch noch mit einem Baustellengitter abgegrenzt war. Sie hat schon eine Weile gebraucht, bis sie dort hineingegangen ist, um die schmale Öffnung am Gitter zu finden - aber der Wille, der Spur zu folgen, hat es ihr dann ermöglicht, auch diese Schwierigkeit zu überwinden. Sturm mit durch die Gegend fliegenden Blättern - Dunkelheit - Nässe - Scheinwerferlicht der Autos - Verwirbelungen auf Straßenkreuzungen - Warten vor Ampeln - Begegnungen mit anderen Hunden - Kinder, die sich auch durch den Gartenzaun über Jazz freuen - Menschen, die sie ansprechen - all das muss sie mehr oder weniger als unwichtig abtun und schauen, dass sie ihrer Spur treu bleibt.
Aber alle diese unvorhergesehen auftauchenden Problematiken werden dann ja auch immer durch das Finden der gesuchten Person belohnt und so hat sie im Laufe der Zeit ordentlich an Sicherheit bei ihrem Tun gewonnen.
Diese Sicherheit schlägt sich auch in anderen Situationen nieder, so dass sie einfach insgesamt ein zufriedener Hund ist.

Marita Szillus



Freitag, 17. Juli 2015

Vorläufige Typisierung

Am Montag hatte Jazz ihr 6. Trailtraining. So langsam kommt für sie eine kleine Routine rein. Sie weiß sofort, worum es geht, wenn ihr der Geruch geboten wird und marschiert los. Auch von einem Stein, den die zu suchende Person angefasst hat, hat sie bereits den Geruch aufgenommen.  Entscheidungen an Kreuzungen hat sie sehr gut und richtig getroffen, sich immer kurz zu allen Seiten absichernd, aber man merkt sofort bei ihr, wenn sie sich nur vergewissern will, dass es dort NICHT längs geht.
Bei der abschließenden Besprechung - wir haben z.Zt. einen Traineranwärter dabei - wurde Jazz von dem Anwärter als "primär gewissenhafter Trailhund" eingestuft. Diese Typisierung wurde von Anni bestätigt.
Schauen wir mal, was da noch zukommt! :)

Marita Szillus
 

Dienstag, 30. Juni 2015

5. Trailen und Treffen mit Smilla

29.06.2015: temperaturmäßig sehr warmer Tag - wir treffen uns im Universitätsgelände Kiel auf einem Parkplatz und bekommen zum Glück einen Schattenparkplatz unter Bäumen. Ebenfalls zum Glück weht ein kleines Lüftchen, so dass es noch einigermaßen erträglich ist. Aber das Arbeiten in der Sonne wird trotzdem anstrengend werden.

Nachdem ich in den ersten Stunden ganz intuitiv (und scheinbar richtig) die 7m lange Trailleine gehandelt habe, wurde mir heute von der Trainerin der Umgang mit der Leine noch einmal theoretisch und praktisch erklärt und gezeigt. Und siehe da, wie es immer so ist: wenn man erst den Kopf dazu einschaltet, wird man viel zu verkrampft mit dem Umgang und denkt immer nur daran, diese blöde Leine richtig zu halten. Das muss ich mir schnellstens wieder abgewöhnen. ;) Nichtsdestotrotz ist der Umgang mit der Leine nicht nur beim Leinegeben und Wiedereinholen sehr wichtig sondern auch der richtige Zug auf der Leine muss da sein. Man kann den Hund ungewollt in falsche Richtungen drängen oder schieben oder ihn eventuell zu sehr ausbremsen. Aber ich glaube, es klappte schon soweit ganz gut.
Jazz bekam einen Trail, der gleich mit einer großen Entscheidung für sie begann: wir standen auf einem Bürgersteig und es hätte nach rechts oder nach links gehen können. Der Geruchsgegenstand wurde ihr hingehalten und sie brauchte eine ganze Weile, um sich für die richtige Richtung entscheiden zu können. Der Wind trieb sie vom Startpunkt aus immer wieder erst kurz in die andere Richtung und so "eierte" sie eine ganze Weile mit vorgestreckter Nase im Kreis. Man merkte ihr an, dass sie wusste, da geht es nicht weiter, aber immer wieder ging sie in die Richtung. Es waren auch sehr viele Menschen und Fahrräder unterwegs.
Doch dann entschied sie sich ganz plötzlich für die richtige Richtung und ich reihte mich schnell hinter ihr ein. Auch einen Abzweiger nahm sie sofort richtig mit und dann ging es noch eine Weile einen Bürgersteig entlang.  Dann musste rechterhand noch kurz irgendwas gefressen werden ... grrrh! ... und dann fand sie die VP linkerhand hinter einer kleinen Hecke.
Den 2. Trail bekam sie gleich im Anschluss - dieser wird auf dem weiter unten folgenden Video gezeigt:
Wir kamen an einem Uni-Gebäude vorbei, das von der Gebäudewand eine mehrere Meter breite etwas schräg nach oben zum Bürgersteig verlaufende Bepflanzung mit holzigen Bodendeckern hatte. Ganz plötzlich wandte Jazz sich vom Bürgersteig ab und war fest davon überzeugt, dass sie durch diese Bepflanzung durch musste. Uuups! "Ja", sagte Anni, "da musst du jetzt hinterher! Und ich leider auch!" Sie hatte kurze Hosen an ... ;)
Und schon standen wir beide ein paar Meter unterhalb des Bürgersteigs mitten im Gehölz und Jazz war am Überlegen, wo es jetzt wohl weitergehen könnte. Sie merkte, da ich etwas strauchelte, dass sie mich in eine missliche Lage gebracht hatte und hatte aber scheinbar den gesuchten Geruch sehr stark in der Nase. Auch Jazz musste sich ja sehr durch diese holzigen und verwucherten, pieksenden Bodendecker durchquälen. Immer wieder kamen Kopf und Nase bei ihr hoch und sie reckte sie nach vorne in die Luft. Wieder musste sie eine Entscheidung fällen. Die VP war nahbei, das wusste sie, aber wie sie da jetzt hinkommen sollte, das wusste sie noch nicht. Gefühlte 10 Minuten standen wir in dem Gehölz und Jazz ging ein paar Schritte hierhin und ein paar Schritte dahin. Auch ich wusste ja bis dahin nicht, ob wir wirklich richtig waren. Anni behielt ihr Wissen noch für sich!
Aber mir schwante etwas: direkt hinter der bepflanzten Böschung standen Holzpfähle - 3m breit und 2m hoch. Das war wohl ein Verschlag, hinter dem sich Müllcontainer verbergen und ich vermutete, dass die VP dort hinter dem Holzzaun hockte.
Jazz sollte jetzt aber ohne Hilfe selbst zu einer Lösung des Problems kommen. Sie sollte nicht lernen: ich brauche nur lange genug da rumstehen, dann hilft Frauchen mir schon! 
Und Jazz entschied sich dann auch endlich und überquerte auch noch die hintere Böschung, um direkt neben dem Holzzaun oben anzukommen. Ich musste hinterher. Sie sprang am Holzzaun hoch, sie wusste jetzt genau, dass die VP da drinnen war. Aber wie hinkommen? Doch schnell merkte sie, dass man manchmal seinen Weg verlassen muss - in diesem Fall musste sie halt um den ganzen Verschlag herumlaufen und den Geruch verlassen, um vorne zu einem schmalen Eingang zu kommen - und da saß sie dann hinter einem Müllcontainer, die begehrte Person mit dem JackPot! :)
Der Geruch der VP ist ihr wohl schon sehr frühzeitig auf dem Bürgersteig entgegengeschlagen und sie hat sich für die Abkürzung durch die Seiten-Böschung entschieden.
Sie war hinterher fix und alle, aber auch sehr zufrieden mit sich!


Bei unserer Trailgruppe hat sich heute auch unser Nachzuchtmädchen Smilla mit ihrer Besitzerin Ulli eingefunden - die beiden trailen bereits seit 5 Jahren gemeinsam und haben auch schon Prüfungen hinter sich gebracht. Smilla ist eine Tochter von Lizzy nach dem Rüden Devonshires Stash und hat ihr Antrailen im Sommer 2010 bereits mit knapp 12 Wochen gehabt. Ich durfte sie damals auf ihrem 1. Trail begleiten und schon damals mussten wir im schnellen Jogging hinter der kleinen Hündin hinterher. Das ist auch so geblieben: Ulli geht mit einem tiefen Einatmen und Ommmhh!!! für ein paar Sekunden in sich bevor Smillas Trailleine vom Halsband in das Geschirr umgeklinkt wird und sie den Geruch gezeigt bekommt. Und dann stemmte sich die süße Smilla auch schon wie ein Schlittenhund in die Hinterläufe, um ihr Frauchen schnell genug hinterher zu kriegen! Und auch wir anderen alle "flogen" hinter Smilla hinterher, denn wir wollten ja keine Aktion von ihr versäumen. Ulli - du hattest recht: bei Smilla braucht man auf jeden Fall gute Joggingschule. ;)
Mit einer unglaublichen Geschwindigkeit und Sicherheit gelangte diese süße Hündin an ihr Ziel - die Vermisste Person!
Toll, dass ihr beide heute dabei ward und toll, euch mal wieder bei der Arbeit gesehen zu haben!

video

Weil die maximale Dateigröße zum Hochladen von Videos
überschritten war,  mussten wir das Video etwas kürzen.

Marita Szillus
 
 

Montag, 22. Juni 2015

4. Trailen

Nach 3wöchiger Pause hatte Jazz heute ihr 4. Trail-Training.

In einem Wohngebiet am Rande Kiels fand es heute statt und Jazz bekam 2 Trails - wie unsere Trainerin sagte: einen richtigen Arbeitstrail und einen Spaßtrail! Jazz fand beide klasse! Ich war sehr gespannt wie sie nun nach dieser doch recht langen Pause und eben auch gerade noch in der Angangszeit, heute starten würde. 
Der "Arbeitstrail":
Start auf einem Garagenhof mit Gehwegplatten ausgelegt. Jazz bekam den Geruchsgegenstand der Person, die sie suchen sollte, vor die Nase gehalten und machte sich heute ohne lange zu überlegen, auf den Weg - ziemlich zielstrebig auch, so dass man wirklich das Gefühl hatte: Supi! Sie weiß jetzt, was sie soll! 
Schnell habe ich mich hinter ihr eingereiht und sie musste heute erstmalig selbständig eine Straße überqueren. Da war sie natürlich leicht irritiert und roch einmal kurz nach rechts den Bürgersteig hinunter und noch kürzer nach links. Man merkte ihr an, dass sie wusste, da geht es nicht lang! Nun musste sie eine Entscheidung fällen! Und ohne viel weiter nachzudenken, zog sie mich auch schon über die Straße, schaute sich noch einmal um und wedelte freudig, dass ich ihr folgte! :) 
Dann ging es an vielen Hauseingängen vorbei - das war natürlich sehr spannend, denn hier waren viele Menschen längsgegangen. Aber auch hier merkte man ihr an, dass es nur die Neugier war, die sie in die Hauseingänge trieb und natürlich bei dem einen Eingang auch die Mülltonne, an der eine lecker riechende Pizzaschachtel lehnte - da musste man natürlich mal schnell anhalten ... ;) Ansonsten war sie immer ganz schnell wieder aus den Eingängen heraus und nahm die richtige Spur wieder auf.
Sie ließ sich wunderbar lesen und der Kopf wurde mit dem Rückgrat auf einer Höhe gehalten, die Rute wedelte, wenn sie in die richtige Richtung lief. Ja, und dann war auch plötzlich kein Halten mehr, die Rute rotierte, das Hinterteil wackelte, die Person war gefunden und der Jackpot wurde vertilgt! :)
Der "Spaßtrail":
Direkt im Anschluss bekam sie noch einen etwas kürzeren, einfacheren Trail, der ihr einfach nur die Freude an dieser Arbeit erhalten sollte und sie in ihrem Tun bestätigen sollte!
Fazit: Ich (und auch Trainerin Anni) waren schwer begeistert, dass es nach der Pause so super mit ihr lief. Sie hat auch so ziemlich die Scheu davor verloren, einfach loszugehen. Die Entscheidung dazu hat sie heute sehr schnell getroffen. Und sich nur einmal nach mir umgedreht und kurz gewartet, als ich durch die hohen Brennesseln und unter einem tiefhängenden Blätterdach nicht so schnell hinter ihr herkam! ;)
Sehr schön hat sie gearbeitet und viel Freude dabei gezeigt!
So habe ich es mir für sie gewünscht!
Und für mich war es sehr schön, dass ich sie so gut in ihrer Körpersprache lesen konnte und ihr immer anmerkte, ob sie auf dem richtigen Weg war. Auf dem 2. Trail - dem Spaßtrail - wurde sie auch schon richtig schnell - ich werde wahrscheinlich bald Schwierigkeiten haben, hinter ihr herzukommen, ohne sie großartig auszubremsen! Ulli, es grüßen die Lizzykinder! Ich werde mir wohl doch noch Joggingschuhe zulegen müssen! ;)


Jazz - total müde nach dem Trailen - die Augenlider werden schwer ...

... und fallen auch schon zu! Gute Nacht!

Marita Szillus

Dienstag, 2. Juni 2015

Erste Läufigkeit nach den Welpen und Fortsetzung des Trailthemas

Über 7 Monate ließ Jazz sich Zeit, bevor sie nun das erste Mal nachdem sie ihre ersten Welpen geworfen hatte, wieder läufig wurde! Wunderschön schaut sie aus in ihrem flauschigweichen, dicken Pelzmantel - auch wieder mit diesem typisch weichen Gesichtsausdruck, der die Hündinnen oftmals in der Läufigkeit und ja auch noch in der Trächtigkeit begleitet.
Sie ist total gut drauf und voller Elan und Tatendrang!









Das Trailen macht ihr, wie erwartet, weiterhin viel viel Freude. Auch am letzten Montag waren wir in einem Wohngebiet von Kiel unterwegs und sie hat einen ähnlich schweren Trail wie beim ersten Mal bekommen, um das Ganze zu verfestigen.
Da sie ja sonst nie ein Geschirr trägt, war ihr die Bedeutung des Geschirrs (ist/gleich: Trailen - ist/gleich: ich-finde-eine-nette-Person-die-tolles-Futter-für-mich-hat) gleich beim ersten Antrailen klar geworden und als ich nun beim 2. Training das Geschirr rausholte und ihr überzog, wackelte sofort der ganze Hund vor lauter Vorfreude. Sie stürmte auch ganz schnell auf unsere Trainerin zu - die Hunde bringen dabei doch die Personen immer schnell in eine richtige Verbindung.
Sie bekam wieder 2 kurze Trails hintereinander - erst über einen Sandweg mit Grasseiten eingefasst und direkt im Anschluss einen weiteren, der schräg vom Weg über eine hohe Grasfläche abging und die VP hinter einem Mauervorsprung eines Mehrfamilienhauses hockte. Beide Male war bei Jazz die Freude so groß, dass sie die VP fast mit ihrem wackelnden Hinterteil erschlagen hätte! ;) 
Der 3. Trail ging dann noch einmal wieder am Bürgersteig entlang und die VP hockte in einem Garteneingang.
An diesem 2. Trainingstag war es noch mal wieder so, dass Jazz eine Weile brauchte, bevor sie sich entschloss, wirklich einfach loszugehen und dieser Geruchsspur zu folgen. Man merkte, dass sie noch leicht verunsichert war, ob das alles so richtig ist. Aber schon nach ein paar kurzen Metern, wo sie ja dann auch merkte, dass Frauchen ihr folgt und signalisiert, dass sie alles prima macht, ging es zügig mit ihr weiter. 

Den 3. Trailtag hatten wir gestern und starteten von einem famila-Parkplatz aus in verschiedene kleine Wege durch Mettenhofs Wohneinheiten.
Auch hier wieder große Freude beim Anlegen des Geschirrs, eine weitere Freude beim Anblick unserer Trainerin Anni und dann bekam Jazz das erste Mal den Geruch der Vermissten Person aus einer Tüte hingehalten. Mit dem kurzen Kommando "riech" nahm sie eine tiefe Nase und dann fackelte sie auch nicht mehr lange sondern machte sich sofort und sehr zielstrebig auf den Weg. Ganz nebenbei hörte sie von mir das Kommando "trail", das ab sofort ihr Startkommando sein soll. Über Rasenflächen, in kurze Verleitungen durch Wegkreuzungen hat sie nur kurz reingeschnüffelt und schnell angezeigt, dass sie sehr wohl merkt, dass da zwar der Duft "reingeweht" ist, aber es dort nicht wirklich weitergeht. Ich war sehr begeistert, wie toll man ihre Körpersprache hierbei lesen konnte und wie gut sie ihre Spur verfolgte. Es kam eine Verleitung durch nette kleine Kinder auf einem Dreirad, das war natürlich spannend und musste kurz gebührlich "bewackelt" werden (mit der Rute und dem Hinterteil ;)) - aber dann fiel ihr auch schnell wieder ein, weshalb wir alle hier waren und sie hatte keine Probleme damit, ihren Trail wieder aufzunehmen. 
Um einige Ecken ging es noch und dann merkte man auf einmal, dass sie Wind bekam, die Rute wedelte, die Nase stand hoch! Aber ... da war nur eine Mauer von einem kleinen Wegübergang - unüberwindbar. Jazz brauchte nicht lange, um herauszufinden, dass man an der Mauer entlang muss (denn auch die VP ist dort ja langgegangen), um dann auf den Übergang zu kommen. Sie zog mich immer kräftiger, der ganze Hund wackelte jetzt, nun musste sie noch eine Kellertreppe hinunter und da saß endlich die begehrte VP mit der Futterschüssel! Meine Güte, waren Jazz und ich stolz auf diese Leistung! :)

Ich würde euch so gern mal eine kleine Videosequenz zeigen - vielleicht denke ich beim nächsten Mal daran, einer Trainingsteilnehmerin mein Handy dafür in die Hand zu drücken! Das nächste Trail-Training ist aber erst in 3 Wochen, denn gestern war sie ja nun schon kurz vor den Stehtagen und nächste Woche wäre sie mittendrin! Da wollen wir lieber nichts riskieren! ;)

Marita Szillus